Die Historie der Musikschule Hildesheim e.V.

Der Trägerverein der Musikschule Hildesheim e.V. wurde am 7. Dezember 1960 auf Initiative von Adolf Hoffmann gegründet. Erster Vorsitzender des Vereins war Dr. Wilhelm Mundry. Nachfolgend eine Liste der bisherigen Schulleiter und Vereinsvorsitzenden:

Schulleitung Vereinsvorstand
Initiator
Dez. 1960
Adolf Hoffmann
1962-1969 Lore Auerbach 1960-1968 Dr. Wilhelm Mundry
1968-1975 Dr. Walter Schlums
1969-1972 Helmuth Weinland 1975-1984 Dr. Ludwig Schwerk
1972-1985 Joachim Stepp 1984-1988 Dr. Peter Schirmer
1985-1994 Gerlinde Lauckner 1988-1993 Prof. Eckhard Albrecht
1993-2010 Dr. Edgar B. Pusch
1995-2015 Ulrich Petter 2010-2017 Prof. Dr. Herbert Reyer
seit 2016 Detlef Hartmann seit 2017 Achim Löhr

Die geschichtliche Entwicklung der Musikschule im Einzelnen

September 1960 Adolf Hoffmann, Oberstudienrat am Gymnasium Andreanum, ergreift die Initiative und bittet um Unterstützung bei der Einrichtung einer "Jugend- und Volksmusikschule" in Hildesheim
25.11.1960 Die erste, als Gründungsversammlung geplante Zusammenkunft scheitert an unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten der Teilnehmer. Die Presse berichtet: "Eine wirklich gute Sache wurde mit aller Hartnäckigkeit und Ermüdungstaktik zu Tode geredet. Es war, wie einst auf dem Hornberger Schießen. Das Pulver war alle, als es hätte losgehen müssen."
7.12.1960 31 Gründungsmitglieder gründen den Verein "Musikschule Hildesheim e.V." unter Vorsitz von Dr. Wilhelm Mundry
14.2.1961 Der erste "Elternbrief" wird herausgegeben, um das Interesse für Unterricht an der Musikschule festzustellen. Daraufhin gehen 2.334 Meldungen für eine mögliche Teilnahme am Musikunterricht ein. Die Musikschule ist von dieser Flut total überfordert und kann zunächst weder Lehrkräfte noch Räumlichkeiten in dem erforderlichen Ausmaß zur Verfügung stellen.
31.8.1961 Der Vorstand beschließt - auch wegen finanzieller Nöte - die verwaltungsmäßige Angliederung der Musikschule an den Kulturring
April 1961 Die ersten Grundkurse beginnen
24.10.1961 Richard Paul aus Berlin wird als erster Musiklehrer für Geige, Bratsche und Klavier (12 Schüler für Geige, 7 Schüler für Klavier) eingestellt
Dez. 1961 Die Schülerzahl beträgt nach einem Jahr 156
1.4.1962 Lore Auerbach - vorher an der Musikschule Hannover tätig - wird erste hauptamtliche Schulleiterin der Musikschule Hildesheim
31.5.1962 Die Schülerzahl ist auf 373 gestiegen, davon befinden sich 197 in der Grundausbildung
31.12.1962 Die Schülerzahlen steigen auf 464. Den Unterrichtsanfall bewältigen die Schulleiterin, eine hauptamtliche sowie 20 nebenamtliche Lehrkräfte
27.10.1965 Die Mitgliederversammlung beschließt wesentliche Satzungsänderungen: Die Vereins-Pflichtmitgliedschaft für die Eltern von Schülern der Musikschule wird eingeführt. Die Struktur von Vorstand und Beirat wird geändert. Dem Vorstand sollen künftig keine Lehrer mehr angehören, dafür sollen je eine hauptamtliche sowie eine nebenamtliche Lehrkraft in den Beirat gewählt werden.
1965 wird ein Einstellungsstopp verhängt, die Schließung der Schule droht
1968 sichert die Stadt Hildesheim und das Kultusministerium die Musikschule für drei Jahre
3.7.1968 Der 1. Vorsitzende, Dr. Mundry, ist so erkrankt, dass er sein Amt niederlegen muss. Herr Barth als 2. Vorsitzender übernimmt amtierend den Vorstandsvorsitz
22.11.1968 In der Mitgliederversammlung des Trägervereins wird Dr. Walter Schlums zum ersten Vorsitzenden gewählt.
Dez. 1968 Kultusministerium und Stadt Hildesheim sichern den Fortbestand der Musikschule für eine Übergangszeit von drei Jahren. Innerhalb dieser Frist werden gesetzliche Vorlagen über die Finanzierung des Bildungswesens erwartet, die auch die Musikschulen einschließen sollen. Für die Musikschule Hildesheim gilt allerdings ein "numerus clausus" von 325 Monatswochenstunden.
Juli 1969 Lore Auerbach verlässt zum Schuljahresende die Musikschule und geht an die Fachschule für Sozialpädagogik
15.8.1969 Helmuth Weinland wird neuer Schulleiter
15.6.1971 Eine neue Schulordnung für Schüler und Eltern sowie eine neue Dienstanweisung für Lehrkräfte werden erlassen.
31.10.1971 Helmuth Weinland verlässt die Musikschule Hildesheim
1.2.1972 Joachim Stepp wird die Leitung der Musikschule übertragen
14.9.1972 wird die musikpädagogische Arbeit - offiziell unter der Regie der Kreisvolkshochschule - auch auf den Landkreis Hildesheim ausgedehnt.
26.1.1973 Der Vorstand sieht eine Chance, die Musikschule in städtische Trägerschaft zu überführen und beschließt, einen entsprechenden Antrag an den Rat der Stadt zu stellen. Das Ziel der Kommunalisierung der Musikschule Hildesheim wird jedoch nicht verwirklicht.
1.9.1973 Die Musikschularbeit im Landkreis geht in die Regie der Kreisvolkshochschule über, die wiederum die Musikschule Hildesheim mit der Durchführung beauftragt.
27.11.1975 Dr. Walter Schlums legt auf eigenen Wunsch seinen Vorstandsvorsitz in andere Hände. Dr. Ludwig Schwerk wird neuer Vorsitzender. Dr. Schlums wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Juni 1977 Es beginnen konkrete Überlegungen zu einem eigenen Unterrichtsgebäude für die Musikschule
Oktober 1978 bekommt die Musikschule als eigenes Gebäude die "Lindemannsche Villa" in der Bahnhofsallee 40 zugewiesen
1.1.1979 Eine langfristige Vereinbarung mit der Stadt Hildesheim über die zukünftige Bezuschussung der Schule tritt in Kraft. Der Vertrag ist als "Dreiecksvertrag" zwischen Schule, Stadt und Landkreis Hildesheim geplant, der Landkreis tritt dieser Vereinbarung jedoch nicht bei.
1980 wächst die Schülerzahl auf 1200 an. Diese werden von insgesamt 100 Lehrkräften unterrichtet. Die voll ausgebaute Musikschule ist erreicht. Doch dann gibt es erneut finanzielle Sorgen.
Mai 1981 Die Musikschule feiert ihr 20jähriges Jubiläum.
Februar 1982 Die Finanzsituation wird wieder bedrohlich, da der Zuschuss des Landkreises im Verhältnis zur Anzahl der unterrichteten Landkreisschüler zu gering ist und deshalb eine ständige Finanzierungslücke im Haushalt entsteht. Zur Lösung des Problems wird überlegt, ob die Hildesheimer Musikschule den Unterricht für Landkreisschüler möglicherweise ganz aufgibt und diese Schüler der Musikschule Alfeld zugeordnet werden sollen.
17.1.1983 Die Musikschulen Hildesheim und Alfeld beschließen in einer gemeinsamen Vorstandssitzung eine engere Zusammenarbeit der beiden Musikschulen
10.11.1983 In der ordentlichen Mitgliederversammlung berichtet der Vorsitzende Dr. Schwerk, dass der Landkreis gezwungenermaßen ultimativ um eine Entscheidung gebeten sei.
Jan. 1984 An der Musikschule wird ein Betriebsrat gegründet. Ulrich Petter aus dem Fachbereich Klavier wird zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt.
21.2.1984 Dr. Ludwig Schwerk legt aus persönlichen Gründen das Amt des Ersten Vorsitzenden nieder. Dr. Peter Schirmer übernimmt kommissarisch die Geschäfte des Ersten Vorsitzenden.
3.4.1984 Dr. Peter Schirmer wird in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden gewählt.
20.8.1984 Ein Langfristiger Vertrag zwischen dem Landkreis Hildesheim und der Musikschule wird abgeschlossen.
18.3.1985 Ein gleichartiger Vertragsabschluss erfolgt zwischen der Stadt Hildesheim und der Musikschule.
10.5.1985 Joachim Stepp tritt als Schulleiter zurück
1.8.1985 Gerlinde Lauckner wird zur neuen Schulleiterin ernannt.
Okt. 1985 Die Musikschule begeht ihr 25-jähriges Jubiläum. 1000 Schüler, davon 400 aus dem Landkreis, werden von 20 hauptamtlichen und 60 nebenamtlichen Lehrkräften unterrichtet.
1989 werden die Verträge auf der Basis des letzten Jahres für drei Jahre eingefroren.
1992 verlängert die Stadt stillschweigend von Jahr zu Jahr, während der Landkreis den Vertrag aufkündigt und die Zuschüsse drastisch reduzieren will.
1994 lässt die Musikschule ein betriebswirtschaftliches Gutachten zum Stand der Musikschule Hildesheim von der NORD-LB erstellen. In schwierigen Verhandlungen erreicht der Vorstand einen geradezu vorbildlichen Vertrag mit der Stadt Hildesheim über 4 Jahre.
30.9.1994 verlässt Gerlinde Lauckner die Musikschule. Nach einer 4wöchigen Übergangszeit mit Bernward Hasselberg als kommissarischem Schulleiter, und ab Oktober 1994 Ulrich Petter als Koordinator, wurde im Januar 1995 Ulrich Petter vom Vorstand der Musikschule zum neuen Schulleiter berufen.
1994 Der Landkreis signalisiert den Ausstieg seiner Förderung und beschließt rückwirkend, ab Januar 1994 - ohne sich Argumenten über neue pädagogische Konzepte und betriebswirtschaftlichen Zahlen zu öffnen - die Reduzierung der Zuschüsse im Jahrestakt auf 50% - 25% - 12,5% - 0% des letzten Fördervolumens. Dieses ist ein bedauerlicher Zustand, zumal die Musikschule den betriebswirtschaftlich besten Stand ihrer Geschichte - vorbildlich für viele Musikschulen in ganz Deutschland - aufweisen kann und die höchste Schülerzahl mit 1862 im Jahre 1996 vorwies.
Folgende Zahlen zu Ihrer Information:
Zuschusssituation im Landkreis für alle drei Musikschulen: Alfeld, Elze, Hildesheim

1993 1034471 DM 1997 265000 DM
1994 788950 DM 1998 132500 DM
1995 469800 DM 1999 40000 DM
1996 530000 DM 2000 0 DM

Die Landkreisarbeit wird erheblich reduziert. Bereits 1998 wurde der gesamte Klavierunterricht im Landkreis eingestellt, die Begabtenförderung gestrichen, Ensembles vor Ort nicht mehr eingerichtet sowie der Unterricht deutlich zum Gruppenunterricht komprimiert.

2000 werden weitere Fachbereiche eingestellt. Die Verhandlungen mit den Gemeinden laufen unermüdlich. Hoffnung ist der Gedanke, dass sich vielleicht als Kompromiss eine Basisförderung für die Musikschulen durch den Landkreis und eine zusätzliche individuelle Förderung durch die jeweilige Gemeinde / Stadt erzielen lässt. Leider bleibt jedoch der Landkreis starr und nimmt sogar den Insolvenzantrag der Musikschule Alfeld in Kauf.
2001 Erste erfreuliche Verhandlungen mit den Gemeinden werden in die Tat umgesetzt. Algermissen (mit einer Förderung von 10.000,- DM pro Jahr – langfristig signalisiert ) und Bockenem ( mit einer ebenso langfristig signalisierte Förderung von 5.000,- DM und einer einmaligen Sonderförderung für Instrumente in Höhe von ebenfalls 5.000,- DM ) schließen sich der Musikschule Hildesheim an. Die Stadt Hildesheim fördert die Musikschule unverändert und bietet den Hildesheimer Bürgern eine voll ausgebaute, für alle Begabungs- und Altersschichten geöffnete Musikschule. Die Musikschule feiert ihr 40jähriges Jubiläum mit einem großen Festakt im Kreishaus und zahlreichen Konzerten.
2002 Die Stadt Hildesheim fördert solide. Die Musikschule widmet sich den zentralen Aufgaben und nimmt darüber hinaus an einem Qualtätssicherungs Management des Verbandes niedersächsischer Musikschulen teil (QsM). In verschiedenen Gemeinden und Städten des Landkreises ist die Musikschule Hildesheim Kontaktstelle für Musikausbildung betreffende Anfragen aus der Bevölkerung und vermittelnd als Agentur tätig.
2003 Die Musikschule engagiert sich für die "Kontaktstelle für Musik im Landkreis Hildesheim" und ist mit der Schulleitung im Vorstand des Gründungsvereins vertreten. Mit Unterstützung der Kreissparkassenstiftung und des Landesmusikrates, die die benötigten Instrumente finanzieren, organisiert die Musikschule Hildesheim ehrenamtlich zunächst drei, dann sechs Musikkarussells im Landkreis Hildesheim. Die Umfragen, die im Rahmen der Qualitätssicherung gemacht werden, zeigen deutlich die akute Raumnot der Musikschule. Der Vorstand sucht mit Hilfe der Stadt Hildesheim ein adäquates Gebäude.
2004 Die Musikschule bekommt das Siegel "Qualitätsgeprüfte Musikschule" vom Verband überreicht. Nach zahlreichen, erfolglosen Gebäudebesichtigungen für die Musikschule Hildesheim, könnte das ehemalige Kreiswehrersatzamt in der Waterloo-Kaserne, Waterloostr. 25, an die Musikschule vermietet werden. 1600 qm Fläche ständen der Musikschule dort zur Verfügung. Die Stadt Hildesheim plant die Lindemannsche Villa zu verkaufen, um die Waterlookaserne zu erwerben. Die Planungen der Stadt Hildesheim laufen auf Hochtouren. Die Sanierungs- und die Umbaukosten, die aus Sicherheitsgründen notwendig sind, bringen die Planungen ins Wanken.... Ein Sponsor, der ungenannt bleiben möchte, stellte sofort 100.000,- EURO für den statischen Ausbau eines Konzertsaales in Aussicht.
2005 Der Rat der Stadt Hildesheim beschließt im April 2005 einstimmig, der Musikschule Hildesheim das Gebäude in der Waterloostr. 24 A zu übertragen. Im Mai beginnen die ersten Bauarbeiten zur Sanierung und Sicherung der Gebäudesubstanz. Die Musikschule muss alle Maßnahmen selbst schultern. Eine Welle von Spenden sowie die Aufnahme von Krediten ermöglichten der Musikschule einen raschen Ausbau des Gebäudes, so dass bereits am 1. Dezember 2005 der Schlüssel vom Architekten Jung an den Vorstand und die Schulleitung übergeben werden konnte.
2006 Die Musikschule erlebt das erste Jahr in den neuen Räumlichkeiten mit großer Begeisterung aller Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Konzertbesucher. Bildergalerien laden zum Verweilen in den Fluren ein. Eine Cafeteria ist zentraler Treffpunkt des Hauses, die Bibliothek im Lehrerzimmer nimmt erste Formen an. Der Verein der Musikschule schultert die gesamten Investitionen. Sponsoren unterstützen durch Raumpatenschaften die Ausstattung des Gebäudes.
Gerd und Ilse Leester gründen mit einem Grundkapital von 250.000,- € die Leester-Musikschul-Stiftung Hildesheim. Eine großartige Unterstützung. Die Erträge der Stiftung sollen Kinder mit sozial schwachem Hintergrund unterstützen, Begabungen fördern und die Finanzierung von Orchesterfahrten und -freizeiten ermöglichen.
2007 Ein weiteres Jahr voller Musik. Der Wettbewerb "Jugend musiziert" im Januar und das erste HISDS Konzert im Dezember rahmen eine Fülle von Ereignissen ein. Das Haus bewährt sich und zieht Aktivitäten weiterer Institutionen an.
2008 Im November 2008 kauft die Leester-Musikschul-Stiftung das noch leer stehende Gebäude der Waterloo-Kaserne. Ein Zentrum für Kinder. Kultur und Musik soll entstehen. Die Schulleitung der Musikschule organisiert, gemeinsam mit dem Stiftungsrat, die Vermietung des Gebäudes. Einnahmen aus der Vermietung sollen dem Sozialfond und der Früh - wie Begabtenförderung zu gute kommen.
2009 Im März beginnen die Bauarbeiten zum "Leester Haus für Musik und Kultur ". Im Erdgeschoss entstehen Räume für die Kindertagestätte "Rasselbande" des Studentenwerks Braunschweig. Weitere Räume werden von der Volkshochschule Hildesheim, der Kunstschule Hildesheim, der Universität Hildesheim und dem Diakonischen Bildungszentrum Alfeld angemietet. Im Dachgeschoss entsteht ein 350 qm großer Probenraum. Die festliche Eröffnung fand am 17. September 2009 statt. Den Festvortrag hielt Frau Dr. Lore Auerbach.
2010 Zwischen der Musikschule und dem Leester-Haus für Musik und Kultur entsteht der Stadtteilplatz. Eine optisch gelungene Aufenthaltsfläche, gleichzeitig verkehrsberuhigte Durchfahrt mit Wendemöglichkeit oder Zufahrt zu 40 Parkplätzen. Dies erleichtert den Betrieb beider Institutionen erheblich.
2011 Mit einem großen Festakt im Stadttheater Hildesheim feiert die Musikschule Hildesheim ihr 50jähriges Jubiläum. Unter der Leitung von GMD Werner Seitzer musizieren ehemalige Schüler der Musikschule ein großartiges Programm. Vorher hatten Lehrkräfte im TfN ihre hohe Professionalität in verschiedenen Ensembles gezeigt.
2012 Die Musikschule ist stabil, arbeitet allerdings an der Grenze ihrer Möglichkeiten. Über 20 Kooperationsverträge mit allgemein bildenden Schulen für das Musikalisierungsprogramm des Landes Niedersachsen "Wir machen die Musik" mit allein über 800 Kindern binden zahlreiche Lehrkräfte. Die Leester-Musikschul-Stiftung unterstützt die Musikschule im sozialen Bereich sowie in der Früh- und Hochbegabtenförderung. Der erste Teil der Außenbühne ist fertig gestellt und wartet auf eine Überdachung.
2013 Der Vorstand wird in seiner bestehenden Besetzung einstimmig wiedergewählt. Kündigung des seit 1995 bestehenden Zuschussvertrags seitens der Stadt mit Wirkung zum 1.1.2015. Der Haushaltsplan lässt keinen Spielraum, den festangestellten Lehrkräften die ihnen tariflich zustehende Entlohnung zu gewähren. Ergänzende Beschlussvorlage (Nr.11/382) einer Kürzung des Jahreszuschuss von 345.000€ auf 255.000€ wird vom Rat beschlossen. Eine abgemilderte Zuschusskürzung (50.000€) wird allerdings später signalisiert.
Ein Meilenstein stellt das Konzertprojekt mit der SingAkademie Niedersachsen im Dezember 2013 dar, bei dem das Orchester gemeinsam mit einem Projektchor unter anderem die „Missa Katharina“ von Jacob de Haan mehrfach aufführt. Die live-Aufnahme wurde auf CD produziert.
2014 Frau Aßmann scheidet aus dem Vorstand aus. Frau Dr. Frost wird einstimmig in den Vorstand gewählt. Der Beschluss des Rats der Stadt sieht vor, den Zuschussbetrag im Jahre 2015 um 15.000€ , in 2016 um 30.000€ und ab Haushaltsjahr 2017 fortlaufend um 50.000€ zu verringern. Die fertiggestellte Außenbühne wird mit dem Blasmusik-Festival am 26./27.7. eingeweiht. Das Regional-VIFF, gefördert durch das Kultusministerium, wird an der Schule eingerichtet und unterstützt begabte SchülerInnen.
2015 Der Verein hat nach den angekündigten Kürzungen Planungssicherheit, aber weiterhin keinen Vertrag mit der Stadt. Der Vorstand stellt sich geschlossen zur Wiederwahl und wird einstimmig gewählt. Die „Derwent Valles Concert Band“ aus Tasmanien ist konzertant in Hildesheim zu Gast. „Time Changes“ von Stefan Wurz, dem Stadtjubiläum gewidmet und für die Junge Philharmonie, das SBO und Band mit E-Gitarre und Balagma als Solisten komponiert, wird vor 500 Zuschauern auf der Außenbühne uraufgeführt. Die Musikschulwoche wird mit großer finanzieller Unterstützung in diesem Jubiläumsjahr zu einer ganz besonderen Veranstaltung, die von mehr als 2000 Zuschauern besucht wird. Eine neue Gebührenordnung wird beschlossen, die ab 1.1.2016 in Kraft treten soll. Herr Ulrich Petter wird mit einer Feier im Konzertsaal zum 31. Dezember nach 20 Jahren Schulleitung und 41 Jahren als Lehrkraft aus dem Dienst verabschiedet..
2016 Detlef Hartmann übernimmt die Schulleitung. Es gelingt ihm, im Landkreis neue Partner zu gewinnen und weitere Schritte zu einer dauerhaften Unterstützung einzuleiten. Der OB der Stadt Hildesheim ist kraft Amtes Mitglied des Vorstands. Somit sind die Landeszuschüsse auf Dauer gesichert. Herr Blank scheidet aus dem Vorstand aus. Herr Volker Vahldieck wird als Beisitzer für den Vorstand vorgeschlagen und einstimmig gewählt. In mehr als 70 Konzerten und Veranstaltungen außerhalb der Musikschule präsentieren sich die SchülerInnen und Lehrkräfte. Besonders hervorzuheben ist das Konzert „Beethoven für alle“ im Februar in Kooperation mit dem Orchester des TfN.
2017 Herr Strube wird nach 24 Jahren als Mitglied im Vorstand der Musikschule und des Vereins verabschiedet und mit der Widmung des Raumes II 02 mit seinem Namen gebührend geehrt. Der Vorstand wird aus der Mitgliederversammlung heraus neu gewählt. Erstmalig nach über 20 Jahren und zunächst einmalig fördert der LK mit 15.000€ die Musikschule. Die Gemeinde Harsum steigt mit 5.000€ in die Förderung mit ein. Das Leester Denkmal wird eingeweiht. Förderprojekte über das bundesweite Programm „Kultur macht stark“ für Menschen mit Fluchterfahrung haben einen Umfang von über 170.000€. Die Musikschulzeitung „musikschulnote“ erscheint in neuem Design und wird ausschließlich aus Zuschüssen finanziert. Die Musikschule möchte eine inklusive Bildungseinrichtung werden, das Kollegium absolviert zu diesem Thema eine umfassende Fortbildung. Eine neue Kinderkonzertreihe „von summenden Bienen, singenden Vögeln und anderen gefiederten Tieren“ erreicht mehrere hunderte Kinder aus Hildesheim. Der erste Musikschulmarkt findet großen Anklang beim Publikum. Die Ensembles und Bands der Musikschule stemmen über 50 Konzerte in Stadt und Landkreis.
2018 Die Lehrkräfte verzichten zur Konsolidierung der Finanzlage auf ihre Tarifsteigerungen bis 2021. 15 Jahre Radio Tonkuhle feiert mit dem Festival Hinten im Hof“ ein großes Fest auf dem Musikschulgelände unter Beteiligung von Bands und dem SBO. Das erstmalig auf dem Gelände der Musikschule stattfindende „interkulturelle Fest“ zieht ein großes Publikum an. Die Fortsetzung der Kinderkonzertreihe mit dem Titel „Der Gesang des Wals“ erreicht mehrere hunderte Kinder Hildesheims. Weihnachtszauber-Tag im Haus, Weihnachtsbaum-Verkauf der Lions und Weihnachtskonzert in Lamberti runden ein sehr ereignisreiches Jahr ab.

Dokumentation Umbau Musikschulgebäude

Apr. 2005

Von außen ein prachtvolles Gebäude, innen noch ganz auf militärische Zweckmäßigkeit eingerichtet. Zahlreiche Zwischenwände und Vorzimmer trennten die Besucher von den Mitarbeitern. Das ehemalige Kreiswehrersatzamt steht seit zwei Jahren leer. Herr Dr. Pusch, Herr Dr. Reyer und Herr Strube lassen sich auf diesen gewaltigen bautechnischen und finanziellen Akt ein. Im Mai 2005 beginnen endlich die Bauarbeiten und enden im ...

Dez. 2015

Umbau Dokumentation Bildband: ANSICHT/DOWNLOAD