Blockflöte

Flöten spielten in der Kulturgeschichte aller Völker eine ganz entscheidende Rolle und immer, wenn in Geschichten, Sagen und Mythen von Flöten die Rede ist, geht es um Magie, Zauber und Überirdisches! Die zauberhafte und anrührende Wirkung einer wirklich gut gespielten Blockflöte ist vermutlich auch darauf zurückzuführen, dass ihr Klang von allen Instrumenten der menschlichen Stimme am nächsten kommt. (Sylvestro Ganassi, 1535)

Die Blockflöte ist im frühen Mittelalter entstanden. Ihr Name rührt daher, dass die Luft beim Blasen über einen Block auf die Schneidekante gelenkt wird. Dort teilt sich die Luftsäule, es entstehen Schwingungen, ein Ton erklingt. Beim Spielen wirken neben der Atemluft auch Zunge und Finger mit. Es gibt viele verschiedene Formen und Tonlagen der Blockflötenfamilie. Die häufigsten sind Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassblockflöte, die - je größer desto tiefer - gemeinsam ein Blockflötenquartett bilden.

Die Blockflöte hat in den letzten 50 Jahren ihren Ruf als reines Anfangsinstrument abgelegt und sich auch auf professioneller Ebene als gleichwertiges Instrument durchgesetzt. Sie ist mit ihrem warmen Klangcharakter vielseitig einsetzbar: Solistisch, in Blockflöten-Consorts, in kammermusikalischen Ensembles und Barockorchestern.

Die Literatur für die Blockflöte deckt ein breites stilistisches Spektrum ab: Von Musik des Mittelalters über Renaissance und Barock bis hin zur Moderne, von Folklore bis zum Jazz und zur Popmusik steht eine außergewöhnliche Bandbreite zur Verfügung.

Sie eignet sich auch gut für erste Erfahrungen mit Blasinstrumenten, wenn Kinder für andere Wunschinstrumente wie Oboe, Klarinette, Fagott oder Saxophon noch zu jung sind.

Wer später vielleicht einmal Blockflöte studieren möchte, dem stehen an vielen Musikhochschulen außer Orchestermusik und Jazz alle Fachrichtungen und Abschlüsse offen. Zusätzlich besteht meist die Möglichkeit, sich mit der Blockflöte auf die Studienrichtung "Alte Musik" zu spezialisieren.

Diese Lehrkräfte unterrichten Blockflöte und helfen Ihnen gerne weiter:

Unterrichtsinhalte:

  • Notenkenntnisse und deren Umsetzung
  • Vermittlung einer vielseitigen Spieltechnik (Atem-, Finger- und Zungentechnik) und Erfahren ihrer Auswirkungen auf den Klang
  • Artikulation, Intonation, Phrasierung, Rhythmus
  • Erfahrungen im Zusammenspiel (und im Zuhören...) mit diversen Blockflöten und anderen Instrumenten
  • Kennenlernen vieler unterschiedlicher Musikstile aus Mittelalter, Renaissance, Barock, Moderne, sowie aus Folklore, Jazz- und Popmusik

Unterrichtsform:

Empfohlenes Einstiegsalter: ab 6 Jahren

  • früherer Beginn nach Absprache möglich
  • Einzelunterricht
  • Partnerunterricht
  • Gruppenunterricht

Mitspielmöglichkeiten:

  • kleinere Ensemble
  • Kammermusik mit anderen Instrumenten
  • "Fluturas" - Blockflötenensemble nach Absprache mit der Lehrkraft

Tenor-, Bass- und Großbass- und eine Subbassblockflöte können für Ensemblespiel und Blockflötenunterricht an der Musikschule Hildesheim auch ausgeliehen werden. Infolge ihrer handlichen Größe gilt die Sopranblockflöte als ideales Anfangsinstrument für Kinder.