VIFF regional – Förderkurs Musiktheorie

Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 hatte das Niedersächsische Kultusministerium in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) und dem Landesverband niedersächsischer Musikschulen ein Modellprojekt zur Förderung hochbegabter Kinder ins Leben gerufen. Das Projekt baute auf den Erfahrungen auf, die am „Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter“ (IFF) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) mit einem auch international beachteten Programm zur Erkennung und Förderung musikalisch hochbegabter Kinder im Alter ab ca. 12 Jahren gewonnen wurden. In einer Vorklasse des IFF (Vor-IFF = VIFF) wurden auch Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren angesprochen. Diese Aufgabe der Hochbegabtenfindung und -förderung erfolgte unter dem Titel VIFF-regional auch in ausgewählten Regionen Niedersachsens.

In Braunschweig, Osnabrück und Hildesheim setzten die örtlichen VdM-Musikschulen ein in enger Abstimmung mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover entwickeltes Förderprogramm für Kinder im erweiterten Grundschulalter um. Unter Einbeziehung von allgemeinbildenden Schulen, Hochschulen, Orchestern und privaten Musiklehrern sprachen die Musikschulen hierzu in ihrem Einzugsgebiet alle musikalisch besonders begabten Kinder an. Diese werden nach bestandenem Eignungstest mit einem besonderen Unterrichtsangebot der Musikschulen in ihrer weiteren Entwicklung unterstützt.

Die Förderung von VIFF-regional erfolgte durch das Niedersächsische Kultusministerium im Rahmen des Programms Hauptsache: Musik Niedersachsen. Die Fördermittel wurden vom Landesverband niedersächsischer Musikschulen verwaltet. Das Förderprogramm VIFF regional läuft in der bisherigen Form mit Ende des Schuljahres 2019/20 aus. Die Musikschule Hildesheim war einer der wenigen Standorte dieses Förderprogramms in Niedersachsen. Der Unterricht wurde von Prof. Christoph Hempel mit großem Erfolg geleitet.

Auf der Grundlage der positiven Erfahrungen und Ergebnisse, die hier mit einigen Beispielen exemplarisch vorgestellt werden, beabsichtigen wir in der Musikschule Hildesheim die Musiktheorie-Kurse fortzuführen als:

Spezialkurs Musiktheorie

Musiktheorie für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren – geht das? Ja, wenn Kinder über die Grenzen ihres Instruments hinaus neugierig auf Musik sind, wenn sie Spaß daran haben, in einer Gruppe verschiedene Aspekte der Musik, wie Melodie- und Harmonielehre, Instrumentenkunde, musikalische Formen kennenzulernen und selbst kompositorisch aktiv zu werden. Im Rahmen des Spezialkurses erhalten die teilnehmenden Kinder neben ihrem Instrumentalunterricht einmal wöchentlich in Kleingruppen Unterricht in elementarer Musiktheorie, in dem sie von einer sauberen Notenschrift über rhythmische Notations- und melodische Gehörübungen bis zu eigenen kleinen kompositorischen Versuchen die Vielfalt der Musik praktisch kennenlernen.

Bewerbung und Vorspiel zur Aufnahme in diesen Kurs finden einmal jährlich vor den Sommerferien statt.
Der Spezialkurs Musiktheorie wird weiterhin von Prof. Christoph Hempel (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover) geleitet.
Prof. Hempel wird in loser Folge in kleinen Beiträgen in Text, Bild und Ton über Ergebnisse aus dem "Spezialkurs Musiktheorie“ berichten.

Schauen Sie von Zeit zu Zeit herein!

1. Bericht - Kindern komponieren einen Kanon

Kanon - selbstgemacht!

Die Gruppe von sieben Kindern zwischen 10 und 12 kannte sich bereits mit Dreiklängen und ihrer Verwendung in der Kadenz aus und hatte erste Erfahrungen im kreativen Umgang mit gereimten Texten, besonders mit ihrer musikalisch-rhythmischen Gestaltung: Text weiter hier ->

Kanon-Noten: Download PDF hier ->

2. Bericht - Der Cool Cap Rap

Ein selbstgemachter Rap über eine coole Mütze

Bei dieser kleinen Kompositionsübung ging es um den Rhythmus. Rhythmustraining gehört gleichermaßen zur Musiktheorie wie zur Gehörbildung. Rhythmus übt man am besten über die Sprache: Zu acht kleinen Rhythmusmodellen fanden wir rhythmisch passende Wörter, mit denen die Kinder sich den Rhythmus gut einprägen konnnten: Lydia, Jesper und Johannes übten daran das rhythmische Sprechen und das Bestimmen und Aufschreiben von vorgespielten Rhythmen. Es ist nicht so leicht, einen Rhythmus zu einem „gefühlten“ Pulsschlag genau zu sprechen: Text weiter hier ->

Cool Cap Rap-Noten: Download PDF hier ->

3. Bericht - Wellenmusik

Improvisation mit einer Moll-Tonleiter

Tonleitern gehören zum Grundmaterial der Musik. Nach der Dur-Tonleiter haben wir die Moll-Tonleiter besprochen, haben ihre Schritte und Intervalle untersucht und Melodien in Moll betrachtet und gehört. Text weiter hier ->

Audio File 1 = Melodie | Audio File 2 = Ganz

Wellenmusik-Noten: Download PDF hier ->