Aktuelle Mitteilung

Die Musikschule trauert und nimmt Abschied

 

Am 09.01.2021 ist der langjährige Schatzmeister unserer Musikschule, Karl-Heinz Strube verstorben.

Herr Strube hat sich außerordentliche Verdienste im Zusammenhang mit der Musikschule erworben. Die Verhinderung einer Insolvenz vor knapp 20 Jahren sowie die Übernahme des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes und der Umbau zur heutigen Musikschule waren die größten Meilensteine.

In einem Telefonat vor der OP erzählte Herr Strube, dass er sich auf dem Weg zum Klinikum in  Göttingen extra noch an der Be Bob –Skulptur am Leesterhaus vorbeifahren ließ. Er war so fröhlich und glücklich, dass die Skulptur endlich da steht, denn er hatte viele Jahre darum geworben. Darüber hinaus war er generell so erfüllt, dass die Musikschule seit Mitte letzten Jahres entschuldet ist. Sehr vieles auf dem Weg dahin ist Herrn Karl-Heinz Strube zu verdanken. Es war so etwas wie sein Lebenswerk und er sprach stets davon, dass die Musikschule auch wie ein Kind für ihn war. Es ist bei aller Traurigkeit auch ein gutes Gefühl, dass er diese Erfüllung mitnehmen konnte.

Im Jahr 2018 verfasste Karl-Heinz Strube nebenstehenden Text zusammen mit seinem langjährigen Freund Edgar E. Pusch, der ihn als damaliger Vorstandsvorsitzender für die Position des Schatzmeisters anwarb. Dieser Text ist sogleich ein Abriss der ereignisreichen geschichtsträchtigen Zeit, als auch Vermächtnis.

R.I.P. lieber Herr Strube.

 

Zitat Karl-Heinz Strube:

Alles fing damit an, dass mich mein langjähriger Freund Edgar Pusch 1992 fragte, ob ich mir vorstellen könne, in einem „gemischten Team geballter Kompetenz“ zum Wohle der Musikschule mitzuwirken. Schwere Zeiten waren angebrochen, wie der KrAK, der kreative Arbeitskreis der Musikschuleltern, zu seinem Entsetzen hatte feststellen müssen. Schwierigkeiten an allen Ecken und Enden mit den Vertretern von Stadt und Landkreis, Vorstand, Betriebsrat, Lehrerschaft und Schulleitung waren aufgebrochen und hochgekocht zu einer explosiven und selbstzerstörerischen Problemsuppe aus Besserwisserei, Partikularinteressen und drohender Konkursgefahr. „Strubi, Du wärst doch eigentlich der ideale Finanzfuzzi, der uns noch fehlt, mit Deinem geschulten Prüferblick!“

Ich fühlte mich geehrt und erklärte mich bereit, wohl ahnend, dass es schwierig werden würde, auch trotz der „geballten Fachkompetenz“ die anstehenden Probleme in überschaubarer Zeit zu lösen. Dass daraus mehr als „lebenslänglich“ werden sollte, war allerdings nicht vorherzusehen. Nach monatelangen oft nahezu täglichen Vorstandssitzungen, die meist bis tief in die Nacht dauerten, nach intensiven Gesprächen mit allen führenden Kräften der Verwaltung in Stadt und Landkreis Hildesheim und den entscheidenden Vertretern aller Parteien, nach Erstellung eines Gutachtens der NordLB –Beratungs-Gesellschaft zur Frage der Überlebenschancen unserer Musikschule, gesponsert von der Kreissparkasse Hildesheim in persona ihres Leiters Dr. Hubertus Haller, gelang es, den drohenden Konkurs abzuwenden und die Einrichtung aus den „Untiefen“ heraus zu steuern. Das war allerdings nur möglich, weil Betriebsrat und Lehrerschaft mit dem Vorstand an einem Strick zogen und die rigorosen Weichenstellungen auf dem Finanzsektor und bei einem erweiterten musischen Angebot konsequent umgesetzt haben. Und es war die Geburtstunde eines „wind of change“, eines neuen, erfrischenden Spirits, der die gesamte Einrichtung erfasste.

Grundlage dafür war vor allem die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit und die Unterstützung durch den Rat und die Verwaltung der Stadt Hildesheim, insbesondere in persona unserer ständigen Ansprechpartner Dr. Konrad Deufel und OB Kurt Machens. Die unerlässliche Planungssicherheit garantierte uns ein zwar vergleichsweise knapper, aber immerhin auskömmlicher Zuschuss, den der Rat derStadt Hildesheim quer durch alle Parteien einstimmig beschlossen hatte. So nimmt es denn kaum Wunder, dass nach einem guten Jahrzehnt statt der inzwischen aus allen Nähten platzenden Lindemannschen Villa an der Bahnhofsallee die Stadt eines der Gebäude der ehemaligen Waterloo-Kaserne erwarb und der Musikschule übereignete, wobei diese mit Freuden die Maßgabe auf sich nahm, es für die Nutzung als Musikschule erst einmal herrichten zu müssen.

Eugen Jung, unser kongenialer Architekt, hat bei der feierlichen Schlüsselübergabe von dem Glück gesprochen, eine alte Kaserne in eine Musikschule „umschmieden“ zu können. Und in was für eine: mit einem pieckfeinen Konzertsaal zum Beispiel, der erst durch eine Aufhängung des gesamten Obergeschosses an drei riesige Fachwerkträger im Dach von den diversen Trennwänden befreit werden musste, mit herrlichen Räumen für alle nur erdenklichen musischen Zwecke, mit Büro und Cafeteria und einer „Arrestzelle für Renitente“ und last but not least mit Außenanlagen und Open-air-Bühne: Mehr geht nun wirklich nicht! Und das alles in unmittelbarer räumlicher Nähe zur Leester-Musikschul-Stiftung im Nachbargebäude, die uns in diesen turbulenten Zeiten zur Seite steht. So ist trotz aller Irrungen und Wirrungen eine Erfolgsgeschichte geschrieben worden, auf die alle Beteiligten vom Schüler und vom Lehrer bis zum Vorstand mit all den vielen Unterstützenden stolz sein können. Dies war übrigens das Bestreben aller Vorstände, nicht erst seit 1993, als wir angetreten sind. Und das sollte es auch in Zukunft sein, dass nämlich nicht die Partikularinteressen einzelner Protagonisten den Ausschlag geben, sondern die gemeinsame Anstrengung aller Enthusiasten, die die Musikschule als eine zentrale Institution der Stadt Hildesheim hier in der neuen Oststadt sehen und erhalten wollen.

 

 

"Neujahrsgruß der Musikschule Hildesheim"

Zu hören ist das Sinfonische Blasorchester der Musikschule Hildesheim. Dieser Videomitschnitt entstand bei einer Probe im September 2020.

Neueste Corona-Informationen

Aktualisierte Information, Stand 09.01.2021

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

wir wünschen Ihnen und uns allen zusammen einen guten, gesunden und wo immer möglich optimistischen Jahresbeginn 2021.

Optimismus ist es, was uns alle leitet – diese Pandemie wird hoffentlich bald überstanden sein. Es werden wieder die Zeiten des unbeschwerten und fröhlichen Musizierens kommen. Wir werden gemeinsam Konzerte gestalten und/oder erleben und wir werden Frau Musica in jeder Form und mit großem Enthusiasmus und großer Leidenschaft wieder Referenz erweisen können. Ganz bestimmt!

Bis es soweit sein wird, müssen wir uns gedulden, weiter disziplinieren und gleichzeitig die Chancen annehmen, die uns die digitale Welt bietet.

Aufgrund der aktuellen Pandemielage und der heute veröffentlichten Verordnungen des Landes Niedersachsen, bleibt die Musikschule Hildesheim vorerst bis einschließlich 31. Januar 2021 geschlossen. Präsenzunterrichte sind in der Musikschule sowie in allen externen Unterrichtsorten verboten. Der Unterricht findet – soweit möglich – als Fernunterricht statt.

Alle Lehrkräfte unserer Musikschule haben sich mit großem Engagement auf diese neuen Herausforderungen eingestellt und werden trotz der Distanzsituation einen qualitativ hochwertigen Unterricht gewährleisten.

Das Musikschuloffice arbeitet weitestgehend im Homeoffice. Die Erreichbarkeit ist weiterhin über info@musikschule-hildesheim.de und Tel. 05121- 206 7790 gewährleistet.
Wir hoffen auf das baldige direkte Wiedersehen und -hören.

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Musikschulteams

Detlef Hartmann
Musikschulleiter

 

 

 

Aktuelles

Neu! Neu! Neu! - ... unbedingt bis zum Ende anschauen!

Jugend musiziert
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60 Jahre Musikschule Hildesheim

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